Netzwerk Wissenschaftsjournalisten

 

 

Berichte

 

 

Stammtisch-Treffen

"Ein Sachbuch schreiben"

Im Juli luden die Fachausschüsse Print + Freie zusammen mit dem Netzwerk Wissenschaftsjournalismus zu einem gemeinsamen Stammtisch ein.

Eigene Erfahrungen mit dem Projekt "Sachbuch schreiben" und Infos aus den Ch.Links-Seminaren der vergangenen Monate wurden ausgetauscht und weitergegeben. Außerdem möchten wir die Idee unterstützen, ein autonomes Kolloquium unter denen zu initiieren, die bereits an einem Buch arbeiten. Dazu gibt es einen kleinen Verteiler, auf den sich Interessierte per Mail an carolin.dewest(at)berliner-journalisten.de setzen lassen können.

 

07/2009

 

 

 

Hinter den Kulissen - Besuch im Deutschen Technikmuseum Berlin (DTMB)

Zum 150. Geburtstag Physikers Max-Planck zeigen das Deutsche Technikmuseum Berlin und die Max-Planck-Gesellschaft bis zum 5. Oktober 2008 eine Sonderausstellung über das Leben und Werk des Wissenschaftlers: Von der klassischen Physik zur Quantenhypothese.

Am 24. Juni ermöglichte das DTMB den Mitgliedern des Vereins Berliner Journalisten bei einem exklusiven Ausstellungsrundgang einen Blick hinter die Kulissen: Wie entsteht eine Ausstellung? Wie lange dauert die Planung? Welche musealen und gestalterischen Konzepte fließen mit ein? Welche Recherchemittel werden verwendet, um ein Thema facettenreich darzustellen?

Durch die Ausstellung führten die Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Ulrike Andres, begleitet von Joseph Hoppe, Koordinator Ausstellungen und seitens des Gestalterteams Jens Imig, Geschäftsführer von "gewerk". Herzlichen Dank für die interessante Zusammenkunft!

 

06/2008

 

 

 

"Wie Redaktionen ticken"

"Maximieren, übertreiben, Weltrekorde vermelden und Emotionen wecken." So verkaufe man in TV-Geschäft Wissenschaftsthemen, sagt André Rehse. Er muss es wissen. Der TV-Journalist ist selbst Mitglied in Verein Berliner Journalisten und hat an dem Handbuch "Wissenschaft kommunizieren" mitgeschrieben, das demnächst im Raabe Verlag erscheint. Dazu recherchierte er vor allem bei Wissenschaftsredaktionen im TV-Bereich. Am vergangenen Dienstag eröffnete der TV-Journalist und -Produzent mit seinem Vortrag den Abend des "Netzwerks Wissenschaftsjournalismus" in der Geschäftsstelle, 14 weitere Wissenschaftsjournalisten nahmen teil.

André Rehse legte dar, woher die TV-Redaktionen ihre Anregungen für Themen nehmen, etwa von PR-Agenturen, Wissenschaftlern, der Konkurrenz, Printmagazinen und Tageszeitungen. Und von freien Autoren, die den "hook" finden müssen, den Haken, um die Zuschauer und damit auch die Redaktionen "an die Angel" zu bekommen, um so ihr Thema zu verkaufen.

Nach dem Vortrag ging es in eine lebhafte Diskussion. Manche Teilnehmer berichteten von ganz anderen Kriterien, nach denen sie ihre Themen in den unterschiedlichen Medien anbieten, beispielsweise aktuelle Anlässe oder Jubiläen. Es war eine gute Gelegenheit, etwas über die Herangehensweise verschiedener Wissenschaftsjournalisten zu erfahren. Und da neben Autoren auch Redakteure von großen Tageszeitungen, Hörfunk und Internet-TV dabei waren, kam es zu einem lohnenswerter Austausch von wichtigen Informationen aus erste Hand.

 

William Vorsatz | 08.02.2008

 

 

 

1. Treffen des Netzwerk Wissenschaftsjournalismus | © VBJ

Netzwerk Wissenschaftsjournalismus gegründet

 

16 Wissenschaftsjournalisten: Geologen, Meteorologen, Biologen, Ökotrophologen, Raum- und Schifffahrtsexperten, Wissenschaftshistoriker und mathematikliebende Informatiker haben sich 27.08. zum ersten Treffen des Netzwerkes "Wissenschaftsjournalismus" zusammengefunden. Alle Bereiche: Print, Radio und Fernsehen waren vertreten.

 

Erster Diskussionspunkt war der Umgang mit Wissenschaftlern und Forschungsergebnissen: was tun, wenn er nur zähneknirschend sein Einverständnis zur Vereinfachung der Forschungsergebnisse gibt oder gar in zähem K(r)ampf auf Details besteht, die einen Text für den durchschnittlichen Leser unverständlich machen? Welche Vorkenntnisse können bei den Lesern/Hörern unterschiedlicher Medien vorausgesetzt werden? Müssen Zitate und darf ein Text mit dem Wissenschaftler abgestimmt werden, wenn man gleichzeitig um richtige Inhalte und journalistische Freiheit bemüht ist?

 

Dann stellte sich die Frage, ob sich Bürogemeinschaften lohnen. Die Erfahrungen waren durchweg positiv: Der Austausch von Ideen innerhalb des Büros, das Gegenlesen von Texten und die Möglichkeit anstehende Aufträge an andere Mitglieder des Büros weitergeben zu können. Auch oder gerade wenn die Journalisten aus unterschiedlichen Bereichen kommen.

 

Außerdem wurde diskutiert, ob sich eine journalistische Ausbildung auch für

Wissenschaftsjournalisten lohnt. Ca. 50 % der Teilnehmer haben eine Journalistenschule besucht oder Journalismus an der Uni studiert. Das wurde auch durchgehend positiv bewertet. Journalistische Seminare oder Workshops wurden als Weiterbildungsmöglichkeit empfohlen, wenn kein Volontariat / Studium möglich ist.

 

Um die Vernetzung der Wissenschaftsjournalisten in Berlin zu erleichtern, hat Andreas Heins bereits ein Internet-Forum eingerichtet. Hier können die Teilnehmer des Netzwerkes ihre Profile erstellen und unter anderem Termine und Expertenkontakte einsehen. Das Forum ist nicht öffentlich zugänglich und soll von den Teilnehmern des Netzwerkes selbst ausgebaut und fortlaufend ergänzt werden.

 

Für die nächsten Treffen ist natürlich ein weiterer Erfahrungsaustausch zu den obigen Themen vorgesehen.

Ebenfalls: Eine Blattkritik- Wie behandeln die verschiedenen Zeitungen wissenschaftliche Themen? Außerdem Abende am Runden Tisch mit Journalisten aus verschiedenen Bereichen, speziell Buchautoren.

 

Britta Danger | 05.09.2007

 

 

Das Netzwerk

 

Für inhaltliche Anregungen: Britta Danger, Initiatorin des Netzwerks britta.danger(at)googlemail.com