Fachausschuss Rundfunk

Korbinian Frenzel
Ryzsard Podkalicki

Vorsitzender: Korbinian Frenzel korbinian.frenzel(at)gmx.de

Stv. Vorsitzender: Ryszard Podkalicki rpodkalicki(at)me.com

 

Korbinian Frenzel ist Junior-Redakteur beim Deutschlandradio, zurzeit im Hauptstadtstudio. Vor seinem Volontariat beim selben Sender arbeitete er vier Jahre lang bis 2009 im Europäischen Parlament in Brüssel. Schon während des Studiums (Politikwissenschaft in Berlin, Amsterdam und Aix-en-Provence) trat er dem DJV bei - als freier Mitarbeiter u.a. für Zeitungen und Zeitschriften. Mit der Neugründung landete auch er schließlich beim JVBB.

 

Ryszard Podkalicki ist seit Jahren Mitglied im JVBB (früher bei RFFU, IG Medien und verdi). Während des Studiums arbeitete er beim NDR, später bei Sat.1 und ProSiebenSat.1 Media AG im Bereich Medien Dokumentation, Bild und Text. Er war Mitglied der Tarifkommission Privater Rundfunk und zuletzt sehr aktiver Betriebsrat. U.a. organisierte er den ersten Streik im privaten Rundfunk (P7S1) am Standort Berlin mit. Seine Schwerpunkte: Fotografie, Arbeits- und Betriebsverfassungsrecht. Wichtig für ihn sind die Sicherung der Programmqualität und der Arbeitsplätze.

 

Runder Tisch mit Brigitte Fehrle

Zukunft im Journalismus - das war das Thema eines Runden Tisches, den der FA Rundfunk gemeinsam mit dem FA Junge am 30. November veranstaltete. Zu Gast im Löwenbräu am Gendarmenmarkt war dazu Brigitte Fehrle, Chefredakteurin der Dumont-Redaktionsgemeinschaft.

Die Kunst, aus weniger mehr zu machen - so beschrieb die Journalistin den Ansatz, mit dem sie auf die Veränderungen im Print-Journalismus zu reagieren versucht. Fehrle erklärte in diesem Zusammenhang die Idee der Redaktionsgemeinschaft ihres Verlages, die mittlerweile die Mantel-Produktion für vier Zeitungen übernimmt - darunter die von Berliner Zeitung und Frankfurter Rundschau. Aus der Not, Kosten sparen zu müssen, habe man journalistisch den Mehrwert geschaffen, dass durch die Zusammenfassung der einzelnen Redaktionen sehr viel mehr Redakteure tiefgründiger arbeiten könnten.

Ausführlich diskutierte die Runde die Perspektiven von Journalismus angesichts sinkender Einnahmen im klassischen Print-Geschäft. Fehrles Empfehlung: Jammern hilft nicht wirklich weiter. Es sei in jedem Falle schwieriger geworden für Journalisten, gerade auch für den Nachwuchs. Aber der Beruf sei noch immer einer der schönsten der Welt. Korbinian Frenzel (1. Dezember 2011)

 

Technik für „freie“ Hörfunkjournalisten: "Nicht im Internet bestellen"

Es gibt nicht „das“ Equipment für „freie“ Hörfunkjournalisten, aber eine Reihe von Dingen, auf die man achten sollte, wenn man sich ein Aufnahmegerät mit Mikro und Kopfhörer sowie ein Schnittprogramm zulegen möchte oder muss. Praxisnahe Tipps gab Bernhard Voss, Dipl. Tonmeister, Studioleiter des Evangelischen Rundfunkdienstes, der auch die Jahrgänge der ev. Journalistenschule in technischen Belangen schult. 25 Kolleginnen und Kollegen haben an der Veranstaltung des Fachausschusses „Freie“ in der JVBB-Geschäftsstelle am 26. Oktober 2011 teilgenommen.

Die Ausrüstung sollte einen gewissen professionellen Standard aufweisen, aber auch unbedingt persönlich ausprobiert werden. Deshalb riet Voss dazu, sich die Geräte nicht einfach im Internet zu bestellen, sondern bei einem Profihändler (von denen es in Berlin mehrere sehr gute gibt) vorführen zu lassen. In mehr als zwei Stunden wurden drei Themenkomplexe behandelt und diskutiert: Mobile Tonaufnahmen, Schneideprogramm und Tipps für Produktionen von Beiträgen im eigenen Büro oder zu Hause. Der Referent hatte eine Reihe von Geräten mitgebracht. Er demonstrierte Vor- und Nachteile und beriet einige Kolleginnen und Kollegen zu den eigenen Geräten. Die Teilnehmer waren zum Teil langjährige Hörfunk-Profis, zum Teil Kolleginnen und Kollegen, die bisher zum Beispiel für Print gearbeitet haben, nun aber ihren Tätigkeitsbereich ausdehnen möchten. Zum Schluss wurde der Wunsch geäußert, das Thema bei Gelegenheit zu wiederholen beziehungsweise zu vertiefen. Ein kleines Dokument mit einige Tipps wird in Kürze beim Fachausschuss abrufbar sein. Justin Westhoff (Vorsitzender Fachausschuss „Freie“ im JVBB) (27. Oktober 2011)

Welche Technik brauchen freie Hörfunkjournalisten: Ein Ratgeber von Bernhard Voss.

 

Frischer Start beim Fachausschuss Rundfunk

Hörfunk, Fernsehen und immer mehr Online? Wie sieht die Arbeit von Rundfunk-Journalisten heute konkret aus? Und was kommt auf die öffentlichen-rechtlichen Häuser in Berlin und Brandenburg zu, wenn die Rundfunkgebühren auf eine Haushaltsabgabe umgestellt werden? Zwei Themen, mit denen sich der Fachausschuss (FA) Rundfunk künftig beschäftigen will.

 

Am Dienstag, 16. August 2011, hat er sich konstituiert und eine neue Spitze gewählt. Vorsitzender ist Korbinian Frenzel, zum Stellvertreter wurde Ryszard Podkalicki gewählt.


Mehr als die Hälfte der Mitglieder des JVBB arbeiten beim Rundfunk. Ziel des FA ist es, mehr als bisher von ihnen zu aktivieren – gerade auch mit Blick auf den Privatfunk. Die FA-Arbeit kann dabei auch auf die Erfahrungen und Kontakte von Ryszard Podkalicki zurückgreifen, zuletzt Betriebsratsvorsitzender bei Pro7/Sat1. "In Zeiten wie diesen, wo der Qualitätsanspruch sinkt und die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter immer schlechter werden, ist es wichtig, dagegenzusetzen und aktiv in den Gewerkschaften zu werden. Gemeinsam schaffen wir mehr“, sagte er nach seiner Wahl.


Die Haushaltsabgabe, die ab 2013 die bisherigen Rundfunkgebühren ersetzen soll, wird die finanziellen Spielräume des öffentlich-rechtlichen Rundfunks verändern – und vieles spricht dafür, dass der Spardruck noch wachsen wird. „Unsere Aufgabe wird sein, die Rundfunkgebühren als eine Art Qualitäts-Flatrate im Journalismus neu zu definieren“, sagte dazu Korbinian Frenzel, der als Redakteur beim Deutschlandradio arbeitet. „Mit reinen Verteidigungsreflexen an der Seite der Anstalten-Bürokratien werden wir sonst gerade junge Menschen nicht mehr davon überzeugen können, warum sie für etwas zahlen sollen, dass sie vermeintlich kostenlos im Internet kriegen.“


Mitarbeit bei diesen und auch anderen Themen, Anregungen etc. sind herzlich willkommen.