Roundtable "Strippenzieher II - Journalismus und Lobbyismus - ein Seitentausch?"
Über 30 Teilnehmer, darunter auch eine Reihe von Gästen des Bundesverbandes der Pressesprecher, diskutierten beim Round Table des Fachausschusses "Presse- und Öffentlichkeitsarbeit" am 28.11. im Haus des Deutschen Anwaltvereins engagiert die Frage, in welchem Ausmaß der Lobbyismus bereits die Meinungsbildung von Politikern und Medien der Hauptstadt "im Griff hat". Als Impuls-Referent warnte zu Beginn der Veranstaltung Helmut Lölhöffel davor, die Situation zu dramatisieren, machte aber auch deutlich, dass die Prinzipien des unabhängigen Journalismus' nach wie vor das wirkungsvollste Mittel gegen Schieflagen in der Meinungsbildung sind.
Die lebhafte Diskussion am Roundtable zeigte deutlich, dass eine Bewertung des Lobbyismus nicht mit Schwarz-Weiss-Schablonen zu leisten ist. Eine komplexe Gesellschaft braucht zur Meinungsbildung auch den Input der betroffenen Interessenvertreter. Umso wichtiger sind die Grundsätze einer unabhängigen Presse, die Trennung von Information, Meinung und Werbung. Dies gilt gerade auch für die journalistische Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, für die die Diskussion sicher erst begonnen hat.
[Dieter Zurstraßen, 07.12.2005]



