Fachausschuss Print
Berichte
Stammtisch-Treffen
"Ein Sachbuch schreiben"
Im Juli luden die Fachausschüsse Print + Freie zusammen mit dem Netzwerk Wissenschaftsjournalismus zu einem gemeinsamen Stammtisch ein.
Eigene Erfahrungen mit dem Projekt "Sachbuch schreiben" und Infos aus den Ch.Links-Seminaren der vergangenen Monate wurden ausgetauscht und weitergegeben. Außerdem möchten wir die Idee unterstützen, ein autonomes Kolloquium unter denen zu initiieren, die bereits an einem Buch arbeiten. Dazu gibt es einen kleinen Verteiler, auf den sich Interessierte per Mail an carolin.dewest(at)berliner-journalisten.de setzen lassen können.
[13.07.2009]
Tagesseminar mit Ch.Links
Ein Sachbuch schreiben II
Es dauerte keine zwei Stunden, da war das Tagesseminar "Ein Sachbuch schreiben" ausgebucht und die Warteliste eröffnet: 20 interessierten Journalistinnen und Journalisten erklärte der Autor und Verleger Christoph Links (ChLinks Verlag) schließlich am 4. April die wichtigsten Schritte auf dem Weg zum eigenen Sachbuch.
Im Detail ging Christoph Links auf all die Fragen ein, die er beim jüngsten Roundtable das FA Print am 18. Februar nur anreißen konnte: die Entwicklung des eigenen Themas und die Suche nach einem passenden Verlag, die Konkurrenzanalyse, Exposé, Zeitplanung, Honorarsituation, Vertragsgestaltung.
Viele Informationen waren für die Teilnehmer ernüchternd, zum Beispiel die massive Konkurrenz aufgrund der Flut der Neuerscheinungen auf dem deutschen Buchmarkt oder die magere Honorierung. Vieles machte aber auch Mut, etwa die Möglichkeit, ein Thema jenseits des kurzatmigen Alltagsgeschäfts zu vertiefen, das eigene Profil zu verbessern oder zum Spezialisten für ein bestimmtes Gebiet zu werden.
04/2009
Roundtable mit Ch.Links
Ein Sachbuch schreiben I
Sogar umgestülpte Papierkörbe mussten als Notsitze dienen, als am gestrigen Mittwoch der Verleger Christoph Links zum Roundtable des „FA Print“ gekommen war. In seinem Vortrag gab der Verleger des ChLinks-Verlags sehr präzise Ratschläge, wie Journalisten die Zusammenarbeit mit einem Sachbuchverlag angehen sollten. Links, der in den achtziger Jahren selbst Redakteur bei der Berliner Zeitung war, hat in seinem Buchprogramm heute einen Großteil journalistischer Autorinnen und Autoren.
Sein Rat: Zunächst einen passenden Verlag zu suchen, in dessen Programm die eigene Idee oder Recherche gut hineinpassen würde – also nicht unbedingt einen der Großverlage. Dann ein Exposé von wenigen Seiten anzufertigen. Inhalt: Was will ich wem sagen? Wie will ich das darstellen? Wie sieht die Konkurrenzsituation aus, mit ähnlichen Büchern anderer Verlage? Und schließlich: Angaben zu Umfang und Zeitplanung. Dazu sollte man eine kurze Textprobe von 1-2 Seiten zu einem ähnlichen Thema legen, damit das Lektorat sich ein Bild von der Schreibweise machen kann.
„Seien Sie realistisch bei der Zeitplanung“, rät Links angehenden Autoren. Ein Jahr Vorlauf sei normal, wenn nötig auch länger, da der Autor oder die Autorin ja meist zwischendrin von anderen Arbeiten leben müsse.
Denn von den Bucherlösen allein kann man seinen Lebensunterhalt kaum bestreiten, meint Links. 8 bis 10 Prozent vom Ladenpreis, abzüglich der Mehrwertsteuer, bringen runde 1,30 EUR pro verkauftes Exemplar. Und wenn der Verlag von der üblichen 3-4.000er Auflage im ersten Jahr die Hälfte verkaufe, sei das schon sehr gut. Selbst Großverlage hätten meist keine höhere Startauflage.
Auch wenn nicht viel damit zu verdienen ist, rät Links Journalisten, Buchprojekte in Angriff zu nehmen: „ In jedem Fall verbessert es das Profil und erhöht die Akzeptanz auf dem eigenen Spezialgebiet.“
In der Zusammenarbeit mit dem Lektorat rät der Verleger zu Offenheit: Alle Probleme, gerade auch mögliche juristische Klippen, sollten offen besprochen werden, gegebenenfalls dem Anwalt oder Justiziar vorgelegt werden. Für die sorgfältige Recherche und das Sammeln von juristisch verwertbaren Belegen gelten die gleichen Regeln wie im Journalismus. Nur, sagt Christoph Links, ist das finanzielle Risiko, dass Textstellen in einem schon gedruckten Buch zu schwärzen sind, ein höheres als bei der Zeitung, wo es meist mit einer Gegendarstellung oder einer Richtigstellung glimpflicher abgeht.
Mehrere Zuhörer interessierten sich für Book-on-demand als Alternative zum Verlag. Hierbei wird jeweils nur auf Bestellung ein Exemplar gedruckt. Neben dem höheren Druckpreis hat dies, erläuterte Ch. Links, aber den Nachteil, dass das Buch zwar im Verzeichnis lieferbarer Bücher zu finden ist, aber nicht bei den sog. Barsorimentern bestellt werden kann, die Buchhandlungen von einem Tag auf den anderen beliefern. Außerdem macht niemand Werbung dafür oder kümmert sich um Rezensionen und Lesereisen.
02/2009
Notizen
"Phönix aus der Asche? Das zweite Leben des ZEIT-Magazins"
Seit dem 24. Mai 2007 hat DIE ZEIT wieder ein Magazin, das "ZEIT-Magazin Leben". Was hat den Verlag bewogen, zum Format Magazin zurückzukehren? Wo knüpft das neue Magazin an das alte an, was wird bewusst anders gemacht? Was ist – besonders mit Blick auf das Leben-Format der letzten Jahre – bei einem Magazin anders? Welche Funktion hat das Magazin neben bzw. in der ZEIT? Wie sind die Reaktionen bei Lesern und Anzeigenkunden? Und was will der Leser eines Magazins überhaupt - blättern oder lesen?
Diese und andere spannende Fragen stellte der FA Print seinem Gast Christoph Amend am 29. August . Der Journalist kam nach "jetzt" und "Tagesspiegel" zum ZEIT-Ressort Leben und verantwortet jetzt das ZEIT-Magazin Leben.
09/2007
Neuwahl
Im Fachausschuss Print wurde am vergangenen Donnerstag ein neuer Vorstand gewählt. Neue Vorsitzende ist Petra Hannen, Zeitschriften-Redakteurin bei der Verlagsgruppe Handelsblatt. Ihre Stellvertreter sind die freien Print-Journalisten Tobias von Heymann und Alexander Sosnowski. Der Fachausschuss wird sich künftig mit aktuellen Entwicklungen in der Print-Szene beschäftigen und dabei die Belange von festen wie freien Print-Kolleginnen und -Kollegen im Blick behalten.
03.04.2007 | Nicole Ritter
Berichte
Der Fachausschuss

- Petra Hannen

- Tobias von Heymann

- Alexander Sosnowski
Kontakt
Vorsitzende Petra Hannen: hannen(at)satzblei.de
Stellvertreter Tobias von Heymann: tvheymann(at)gmx.de
Stellvertreter Alexander Sosnowski: alexander(at)sosnowski.org





