
- Die Preisträger des "langen Atems" 2010 (v.l.n.r): Harald Schumann, Dorothea Jung, Ingo Bach [Foto: Gudath]
PRESSEMITTEILUNG
03. November 2010
Berliner Journalisten-Preis „Der lange Atem“ 2010 geht an Harald Schumann, Dorothea Jung und lngo Bach
Journalisten von Tagesspiegel und Deutschlandradio für beharrliche Recherche ausgezeichnet
Der Journalist Harald Schumann ist für seine Berichterstattung über die Risiken von unkontrollierten Finanzmärkten mit dem Berliner Journalistenpreis „Der lange Atem“ 2010 ausgezeichnet worden. Für seine langjährigen Recherchen erhielt der Redakteur des Tagesspiegel am heutigen Abend den ersten Preis. Die Verleihung durch den Journalistenverband Berlin-Brandenburg fand vor 300 Gästen aus Medien, Politik, Wirtschaft und Kultur im Berliner Radialsystem V statt.
Der zweite Preis ging an Dorothea Jung (Deutschlandradio) für ihre zahlreichen Berichte über das Themenfeld Muslime und Islamisten. Mit dem dritten Preis wurde ein weiterer Tagesspiegel-Redakteur ausgezeichnet. Ingo Bach erhielt die Auszeichnung für die von ihm konzipierte Serie von Wegweisern durch die Medizinlandschaft Berlins (Klinik-, Pflegeheim- und Praxenführer).
Die Preise in Form künstlerisch gestalteter Statuetten wurden vom Journalistenverband Berlin-Brandenburg zum vierten Mal vergeben. Sie sind mit 3.000, 2.000 und 1.000 Euro dotiert. Der unabhängigen Jury unter dem Vorsitz von Hans-Ulrich Jörges (Chefredaktion „stern“) gehören neun prominente Journalistinnen und Journalisten an. An der Verleihung nahm als Ehrengast die Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger mit einem Grußwort teil.
In der Laudatio von Dr. Uwe Vorkötter (Chefredakteur Berliner Zeitung) heißt es über den Träger des ersten Preises: „Harald Schumann hat geradezu beispielhaft mit langem Atem die Fehlentwicklungen des Weltfinanzsystems analysiert, beschrieben – und die Krise prophezeit. Mit seinem aufklärenden und aufklärerischen Journalismus hat er einen Beitrag zur Ehrenrettung des deutschen Wirtschaftsjournalismus geleistet.“
Die Gewinnerin des zweiten Preises, Dorothea Jung, wurde von Dr. Torsten Rossmann (Geschäftsführer N24) gewürdigt: „’Der Islam’, so hat es der Bundespräsident vor wenigen Wochen in einer nicht unumstrittenen Rede gesagt, ‚gehört inzwischen auch zu Deutschland.’ Dorothea Jungs Reportagen füllen diese Worte mit Leben.“
Die Laudatio für den dritten Preisträger hielt Hans-Ulrich Jörges: “Ingo Bach hat mit seinen Klinik-, Ärzte- und Pflegeheimführern ein beispielgebendes, oftmals existenziell entscheidendes Orientierungssystem geschaffen. Präzise, hartnäckig und mit langem Atem hat er sich im besten Sinne für seine Leser engagiert. Ein Werk dieser Art sucht in Deutschland seinesgleichen.”
In den vier Jahren seit Stiftung des „Langen Atems“ haben Journalisten des rbb insgesamt drei Preise erhalten. Jeweils zwei gingen an Redakteure von Tagesspiegel und Berliner Zeitung. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Stern, taz und Deutschlandradio erhielten jeweils einen Preis, ein weiterer ging an einen freien Zeitungsjournalisten.
Für Rückfragen: Dr. Michael Rediske, Tel.: 030-200 744 73













