Pressemitteilung "Der lange Atem" 2009
22.10.2009
Redakteure von Berliner Zeitung, taz und rbb für beharrliche Recherche ausgezeichnet
Berliner Journalisten-Preis „Der lange Atem"
geht an Andreas Förster, Heide Oestreich und Jo Goll.
Andreas Förster von der Berliner Zeitung ist für seine langjährigen Recherchen und die Berichterstattung über die Stasi mit dem Journalistenpreis am gestrigen Abend mit dem 1. Preis ausgezeichnet worden. Der 2. Preis ging an die taz-Redakteurin Heide Oestreich für ihre beharrliche Berichterstattung über Geschlechterstereotype. Den dritten Preis konnte der rbb-Journalist Jo Goll für seine zahlreichen Fernsehbeiträge über „Wege aus der Parallelgesellschaft" entgegennehmen.
An der Verleihung im Radialsystem V an der Spree nahm als Ehrengast der Präsident der Akademie der Künste, Klaus Staeck, mit einem Grußwort teil.
Die Preise in Form künstlerisch gestalteter Statuetten wurden vom Journalistenverband Berlin-Brandenburg (zuvor: Verein Berliner Journalisten) im Deutschen Journalisten-Verband (DJV) zum dritten Mal vergeben. Sie sind mit 3.000, 2.000 und 1.000 Euro dotiert.
Der unabhängigen Jury gehören u.a sechs Berliner und Brandenburger Chefredakteure an. Vorsitzender ist Hans-Ulrich Jörges (Chefredaktion "Stern").
In der Laudatio von Bascha Mika, ehemalige Chefredakteurin der taz, heißt es über Andreas Förster: "Geheimdienstleute und Spione reden nicht über das, was sie tun. Wer es wissen will, wer über ihre Machenschaften aufklären will, muss zäh, hartnäckig und mutig sein."
Die Trägerin des zweiten Preises, Heide Oestreich, wurde von Hans-Ulrich Jörges gewürdigt: "Seit zehn Jahren entdeckt, analysiert und markiert sie Geschlechterstereotype in Gesellschaft und Politik – immer klug, immer engagiert und immer wieder überraschend durch eine neue, eine ungewohnte Perspektive."
Die Laudatio für Jo Goll hielt Torsten Rossmann, Geschäftsführer von N 24. Er sagte über die Fernsehbeiträge des dritten Preisträgers zu den Themen Migration und Integration: "Die Arbeit von Jo Goll ist das genaue Gegenstück zu Sarrazin. Er blickt in die Tiefe, wo Sarrazin zuspitzt. Sein Ton bleibt sachlich, wo Sarrazin polemisch wird."
Rückfragen: Dr. Michael Rediske, Tel. 030-20 07 44 73





PM 091022 Der lange Atem 2009
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