Preisverleihung 2008 an Gabi Probst und Frauke Hunfeld
Preisträgerinnen von rbb und STERN
Die rbb-Reporterin Gabi Probst ist für ihre Berichterstattung über Missstände in Gefängnissen mit dem Journalistenpreis „Der lange Atem“ ausgezeichnet worden. Für ihre langjährigen Recherchen erhielt die Fernsehjournalistin gestern Abend den Hauptpreis des Vereins Berliner Journalisten in der Kategorie „regionales Thema“.
Der Sonderpreis für beharrliche Berichterstattung aus Berlin zu einem überregionalen Thema geht an die „Stern“-Journalistin Frauke Hunfeld für ihre Reportagen über „Kindesmisshandlung und Armut“.
Der Preis wird vom Verein Berliner Journalisten im Deutschen Journalistenverband zum zweiten Mal vergeben und ist mit 5.000 und 3.000 Euro dotiert. Der unabhängigen Jury gehören u.a sechs Berliner Chefredakteurinnen und Chefredakteure an. Vorsitzender ist der ehemalige ORB-Intendant Dr. Hansjürgen Rosenbauer. An der Verleihung im Radialsystem V an der Spree nahm auch Berlins Regierender Bürgermeister, Klaus Wowereit (SPD), teil.
In der Laudatio von Dr. Torsten Rossmann, Geschäftsführer Sat.1 und n24, heißt es über Gabi Probst: „Journalisten wie sie sind der Albtraum eines jeden Politikers. Probst gehört zu denen, die sich nicht abschütteln lassen, sondern hartnäckig weiter recherchieren, bis sie die Versäumnisse der Behörden belegen können.“
Die Preisträgerin Frauke Hunfeld wurde von Dagmar Engel, Chefredakteurin von Deutsche Welle TV, gewürdigt: "Frauke Hunfeld zwingt uns mit ihren Texten, Menschen und Nöte wahrzunehmen, an denen wir lieber vorbeisehen würden. Das ist ausgesprochen unangenehm und störend - und es ist brillanter Journalismus."
Hunfeld ist ebenfalls als Drehbuchautorin bekannt, u.a. für den ARD-„Tatort“. Mit dem Drehbuch des Films „Ein riskantes Spiel“, der am 20. Oktober von der ARD gezeigt wurde, erhielt sie eine Nominierung für den Deutschen Fernsehpreis 2008.





