Fachausschuss Freie Journalistinnen und Journalisten

 

 

Netzwerk JVBB

Im Journalistenverband Berlin Brandenburg sind über 2.000 Mitglieder organisiert, darunter mehr als die Hälfte freie Journalisten. Diese sind in verschiedenen Fachausschüssen (FA) organisiert, um ihre Probleme, Erfahrungen und Ideen auszutauschen.

  • Aber wie viele Mitglieder kennen Sie persönlich?
  • Wissen Sie, wer alles in Ihrem FA organisiert ist?
  • Wer vertritt Ihre Interessen?


Um weiterhin transparent zu bleiben und um ein echtes Networking zu ermöglichen, laden der FA Freie Journalisten und der FA Rundfunk zum zweiten Treffen „Netzwerk JVBB“ ein:

am 7. Juni, 20 Uhr im "Blauen Band", Alte Schönhauser Straße 7, 10119 Berlin-Mitte (U Rosa-Luxemburg-Platz und S+U Alexanderplatz).


Es sind dazu ganz herzlich alle freien Journalisten eingeladen, egal für welches Medium sie arbeiten. Selbstverständlich sind ebenfalls Festangestellte und Redakteure willkommen. Denn wer ist im beruflichen Alltag der Ansprechpartner der Freien in der Redaktion?

Wir wollen uns einfach kennen lernen, über Probleme reden und Strategien besprechen, wie wir unsere Interessen und Anliegen noch besser vertreten bzw. vorbringen können. Wir hoffen, so eine Basisarbeit leisten zu können, um unseren Verein tatkräftig zu unterstützen.

Daher freuen wir uns auf Ihre Anmeldung bis spätestens 4.Juni, per Mail an: daniel.falk(at)jvbb-online.de und auf Ihr Kommen am 7. Juni.

 

Friedrich Rößler - FA Freie                Thomas Franke - FA Rundfunk 

 

 

Neuwahlen im FA Freie

Zum neuen Vorsitzenden des Fachausschuss Freie im JVBB wurde am 13. Januar 2010 Friedrich Rößler gewählt. Tatkräftige Unterstützung erhält Rößler durch die Stellvertreter Petra Hannen und Nils Franke.

 

 

 

Gegen Knebel-AGB - Vortrag von RA Dr. Donle

Auf einer Veranstaltung des JVBB hat der renommierte Urheberrechtler Prof. Dr. Christian Donle die Rechtslage im Streit um unlautere Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) der Verlage gegenüber Freien erläutert. Vor gut zwanzig freien Journalistinnen und Journalisten stellte Dr. Donle am Mittwochabend die vor kurzem veröffentlichte BGH-Entscheidung „Talking to Addison“ vom 7.10.2009) in den Mittelpunkt. Hier urteilte der Bundesgerichtshof zugunsten einer Übersetzerin, die dagegen geklagt hatte, dass ihre Zunft gewöhnlich mit einem Einmalhonorar abgefunden wird, ohne dass die Weiterverwertung z.B. in späteren Buchauflagen berücksichtigt wird. 

 

Der BGH hat diese Praxis nun als unangemessene Honorierung bezeichnet, die die Urheber benachteiligt. Auch der DJV führt derzeit eine Reihe von Verfahren gegen Großverlage, in denen ähnliche sog. „Buyout“-AGB angegriffen werden, mit denen die freien Journalisten alle Rechte gegen eine Einmalzahlung abtreten sollen. Dr. Donle, der den DJV in diesen Prozessen u.a. gegen Axel Springer, Bauer und die WAZ vertritt, zeigte sich in seinem Vortrag zuversichtlich, dass z.B. das Berliner Kammergericht in seiner für Februar oder März erwarteten Entscheidung im Eilverfahren gegen Springer der Vorgabe des BGH folgen und wichtige Passen dieser „Buyout-AGB“ für ungültig erklären werde. 

 

Allerdings, so Donle, hätten die Großverlage bereits angekündigt, sie würden diese Verfahren durch alle Instanzen führen. Deshalb werde es für freie Journalisten in den kommenden Jahren hier noch keine Rechtssicherheit geben.  Wer es sich ökonomisch leisten könne, auf einen Auftraggeber im ungünstigen Fall auch zu verzichten, solle den ihm vorgelegten AGB widersprechen. Bei kleineren Verlagen sei es auch oft möglich, Änderungen der AGB auszuhandeln. Darüber hinaus sollten die Freien  mit der jeweiligen Rechnungstellung auch eigene AGB verschicken, Muster dafür bietet der DJV auf seiner Homepage an. Ein deutlicher Hinweis auf diese AGB auf der eigenen Homepage genügt auch. Bei einem Streit um sich widersprechende AGB gilt dann die gesetzliche Regelung – auf jeden Fall besser für die Freien als die Verlags-AGB.

 

 

DJV-Fachtagung "Öffentlichkeit machen"

25./26. September 2009 in Köln

Ende September findet in Köln die DJV-Fachtagung "Öffentlichkeit machen" der beiden Fachausschüsse Freie + Presse- und Öffentlichkeitsarbeit statt.

 

Was es gibt:

5 Workshops, aus denen jede/r Teilnehmende 3 wählen kann:

Themen: Neue Mittel in der Außenkommunikation, Agenda Setting, Politische Kommunikation, Kommunikationscontrolling, Vergütungs- und Honorarstrukturen, Steuern und Abgaben

 

außerdem: hochkarätig besetzte Impulsreferate + Podiumsdiskussionen zum Spannungsfeld zwischen Journalismus und Kommunikation.

 

Namen, Themen und Infos im Detail:

Teilnehmen:

Die Teilnahmegebühr beträgt 150,00 EUR mit und 100,00 EUR ohne Übernachtung. Interessierte melden sich bitte per FAX (030-200 744 79) oder BRIEF in der Geschäftsstelle an. Das AnmeldeFORMULAR finden Sie im Programm-Flyer. Das Teilnahmekontingent ist pro Landesverband begrenzt - deshalb nicht zu lange zögern!

 

 

Berichte

Gemeinsamer Stammtisch zum Thema

"Ein Sachbuch schreiben"

Der letzte Stammtisch im Juli war ein gemeinsamer der Fachausschüsse Freie, Print und des Netzwerks Wissenschaftsjournalismus.

Eigene Erfahrungen mit dem Projekt "Sachbuch schreiben" und Infos aus den Ch.Links-Seminaren der vergangenen Monate wurden ausgetauscht und weitergegeben. Außerdem möchten wir die Idee unterstützen, ein autonomes Kolloquium unter denen zu initiieren, die bereits an einem Buch arbeiten. Dazu gibt es einen kleinen Verteiler, auf den sich Interessierte per Mail an carolin.dewest(at)berliner-journalisten.de setzen lassen können.

[13.07.2009]

 

 

„Die Freien stark machen“

Diskussion der Freien | © VBJ

VBJ-Podium mit DJV, ver.di und Freischreiber

Wer vertritt die Freien – gegenüber den Auftraggebern, in der Politik? Und wer berät sie? Kai Schächtele, Vorsitzender des neu gegründeten Vereins „Freischreiber“ startete die Podiumsdiskussion mit der These, die Gewerkschaften täten zwar viel, aber gleichzeitig auch zu wenig. Vor allem zu wenig für die Vernetzung unter den Freien. Man müsse die Freien „dazu bringen, sich zu engagieren“. Freischreiber sei insofern eine Art „Selbsthilfegruppe“. Heike Rost, freie Fotografin und Vertreterin des DJV-Bundesfachausschusses „Freie Journalisten“, griff das auf. Sie begrüße „jede Initiative“, um Freie zu organisierten. Lesen Sie HIER den ganze Artikel.

15.05.2009

 

 

DJV-Landesverbände gemeinsam

Netzwerktag für Freie

Der erste Berliner Netzwerktag des DJV für "Freie" am Montag war komplett ausgebucht. Veranstaltet wurde er gemeinsam von den Landesverbänden Verein Berliner Journalisten, DJV Berlin und Brandenburger Journalisten-Verband. Die über 60 Teilnehmenden konnten untereinander und mit erfahrenen Hauptstadt-Journalisten Kontakte knüpfen.

 

Verhandeln mit Redaktionen - vlnr. Christoph Wöhrle, Christoph Reinhardt, Michael Rediske (VBJ), Oliver Gehrs
Workshop Selbstmarketing mit Roland Kunkel
Loft-Gespräch mit Hans-Ulrich Jörges

Im Vordergrund der Seminarveranstaltungen und Workshops stand das Verhältnis zwischen Freien und Redaktionen. Renommierte Kollegen standen Rede und Antwort zu Fragen rund ums Honorar: Hermann-Josef Tenhagen (Chefredakteur Finanztest), Oliver Gehrs (Chefredakteur "Dummy"), Christoph Wöhrle (Freier und Theodor-Wolff-Preisträger) und Christoph Reinhardt (Freier und Tarif-Verhandler des DJV beim rbb Hörfunk).

 

Mit Andrea Westhoff und Roland Kunkel gaben erfahrene Trainer Tipps für Selbstmarketing und Akquisegespräche. Rechtsanwalt Klemens Kruse warnte vor den juristischen Fallstricken des Freiendasein, und der DJV-Referent für Freie, Michael Hirschler, informierte nicht nur über die Probleme des Urheber- und Honorarrechts für Freie, er schilderte auch die Bemühungen, die Freien in Tarifverträge einzubeziehen.

 

Ohne das hartnäckige Insistieren des DJV würde es das neue Urheberrecht mit seinen Verbesserungen für die Freien so nicht geben, erläuterte Hirschler. Darauf aufbauend werden derzeit mit den Verlegerverbänden Verhandlungen über die Vergütung der Freien geführt. Hier, so Hirschler, sei man schon in der 23. Verhandlungsrunde, die Verleger verzögerten weiterhin einen Abschluss, der die vom Gesetz verlangte "angemessene Vergütung" konkretisiert.

 

Zum Abschluss des Tages stand mit Hans-Ulrich Jörges vom "Stern" einer der prominentesten politischen Journalisten der Hauptstadt beim informellen "Loft-Gespräch" zur Verfügung:

Um Möglichkeiten, für stern.de zu schreiben, die sich verschlechternden Arbeitsbedingungen für freie Journalist/innen, die zunehmenden Forderungen nach Autorisierung von Interviews – aber auch um die Zukunft der Printmedien ging es hier.

 

In Berlin, so die Beobachtung der Berliner Landesverbände des DJV, zeichnet sich die Tendenz zum Selbstständigendasein im Journalismus besonders deutlich ab. Beim VBJ sind mittlerweile über 60 Prozent der Mitglieder Freiberufler. Anlass für den Verband, seinen Mitgliedern hier noch mehr Angebote zu machen. Auf Initiative unseres Vertreters bei den Reuters-Tarifverhandlungen werden jetzt erstmals auch die Freien-Honorare mitverhandelt. Im ersten Halbjahr 2008 fanden neben dem Netzwerktag bereits Seminare zu Honorar- und Urheberrecht sowie zu Versicherungen und Altersvorsorge für Freie statt. Das regelmäßige Treffen des Fachausschusses "Freie" beschäftigte sich beim letzten Mal mit der Plattform Xing, und auch Aktivitäten wie unsere Netzwerke für Wissenschafts- und interkulturelle Journalisten richten sich vor allem an Freie, genauso wie die momentan durchgeführte Recherche-Reise in den Kosovo, die der Fachausschuss "Europa" organisiert hat.

 

[17.06.2008]

 

 

 

"Versicherungen für Freie - was ist überflüssig, was ein Muss?"

"Was passiert, wenn ich sterbe, oder – im schlimmsten Fall – alt werde?" fragte Helge Kühl, Versicherungsexperte des DJV, bei einem Kurzseminar in der vergangenen Woche. Es sei sinnvoll, eine Prioritätenliste zu erstellen, riet Kühl. Krankheit, Berufsunfähigleit und Alter sollten auf jeden Fall abgesichert werden, während sich zum Beispiel eine Zahnzusatzversicherung nur lohnt, wenn man jedes Jahr mindestens einen Zahn ersetzt.

Ausführliche aktuelle Informationen auf der Versicherungs-Service-Seite des DJV: vs.djv.de

 

[23.04.2008]

 

 

 

 

Freie Journalisten im Ausland

Beim Stammtisch im Mai erzählten Alexander Budde und Agnes Bührig über ihr Journalistenleben in Schweden. Sie leben in Stockholm und arbeiten vorwiegend für den Hörfunk. Ihre Themen suchen sie nicht nur in Skandinavien, auch das Baltikum gehört zu ihrem Beritt. Budde ist Mitglied bei den Weltreportern, einem Netz freier Korrespondenten, die für deutschsprachige Medien aus aller Welt berichten. Bührig und Budde haben - ein Musterbeispiel gelungener Zweitverwertung ihrer Beiträge - ein amüsantes Buch geschrieben: "Schweden. Eine Nachbarschaftskunde", erschienen im Ch. Links Verlag.

 

Das Netzwerk: www.weltreporter.net

 

 

 

 

Kann das Arbeitszimmer auf einem Hausboot von der Steuer abgesetzt werden?

Am vergangenen Dienstag wählten die freien Journalisten den Fachausschuss-Vorstand für die nächsten zwei Jahre. Zur Wahl stellte sich das bewährte Team, diesmal nur in umgekehrter Folge, so dass nun Sonja Beckmann den Vorsitz und Vanja Budde die Stellvertretung übernimmt.

 

Anschließend weihte VBJ-Steuerberater Lutz Dachner in einem Parforceritt rund 25 interessierte Freie in die zuweilen geheimnisvolle Welt der Steuern ein. Wer ist vorsteuerabzugsfähig? Wie viel Prozent der Telefonrechnung können als beruflich veranschlagt werden? Wie sieht eine plausible Einnahme-Überschuss-Rechnung aus? Und kann das Arbeitszimmer auf einem Hausboot abgesetzt werden? Viele Fragen konnten geklärt werden, doch das Thema ist so komplex, dass der Wunsch nach einem weiteren Termin geäußert wurde.

 

15.03.07

 

 

 

Urheberrecht und Akquise

Was tun, wenn ein Journalist seinen eigenen Text auf einer fremden Website entdeckt? Ist es sinnvoll, Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) zu formulieren? Michael Hirschler, DJV-Referent für freie Journalisten, informierte in einem Seminar Ende Januar, das von rund 40 Kolleginnen und Kollegen besucht wurde, über die Chancen und Tücken des neuen Urheberrechts. Brisanz gewann das Thema, weil der Axel-Springer-Verlag seit Jahresbeginn neue AGBen verschickt, die dem Verlag, wenn nicht widersprochen wird, ein umfassendes Nutzungsrecht an Texten und Bildern einräumt.

 

Im zweiten Teil skizzierte Hirschler Strategien zur Akquise neuer Kunden für freie Journalisten. Seine Analyse basierte auf Markttendenzen: Welche Medien verlieren, welche gewinnen in Zukunft Rezipienten? Mit einem Augenzwinkern riet uns Hirschler schließlich: "Jeder Journalist sollte in seinem Leben ein Buch geschrieben haben!"

 

Sonja Beckmann

 

Weitere Informationen: www.djv.de/freie

 

 

 

 

weitere Berichte

 

 

 

Der Fachausschuss

Sonja Beckmann
Friedrich Rößler
Vanja Budde
Petra Hannen
Nils Franke

 

Kontakt

Vorsitzender Friedrich Rößler: frieder(at)friedersbeitrag.de 

Stellvertreterin Petra Hannen: hannen(at)satzblei.de

Stellvertreter Nils Franke: naf(at)zedat.fu-berlin.de