FA-Online mit neuen Gesichtern an der Spitze
Als erster Fachausschuss im VBJ hat der FA Online am 29.11.2006 turnusgemäß neu gewählt. Explizit war angekündigt worden, dass "Neu-Bewerbungen willkommen" sind. Dementsprechend wird der Verein Berliner Journalisten in Zukunft von zwei neuen Gesichtern vertreten, von denen aber zumindest Albrecht Ude als erfahrener Sacharbeiter schon ein Begriff ist. Sein Stellvertreter wurde Dr. Dietrich von Hase ( www.akademie.de ), das zweite Stellvertreteramt wurde noch nicht besetzt; dies soll erst im Lauf des nächsten Jahres geschehen. Die bisherigen Vertreter Uwe Evers, Anne Schäfer-Junker udn Holger Kulick verabschiedeten sich mit einem selbstkritischen Blick zurück und mit vielen Anregungen für ihre Nachfolger.
Gemeinsam wurde im Beisein des Vorsitzenden Gerhard Kothy und des Geschäftsführers Dr. Michael Rediske zusammengetragen, wodurch sich die zukünftige Arbeit des Ausschusses besonders auszeichnen soll: mehr Fachveranstaltungen mit Gästen und Redaktionsbesuche vor Ort (z.B. bei www.perlentaucher.de ), intensiveres Kommunizieren über journalistische Arbeitsbedingungen - vor allem für die vielen Einfrau- und Einmann-Redaktionen, die es in Berlin gibt, mehr Einbezug von Nachwuchsredakteuren, Weiterarbeit an Qualitätskriterien für 'guten Online-Journalismus', wie dies beim Kongress "BesserOnline 2006" im Mai 2006 von unserem FA Online angestoßen wurde. Wenn die Arbeitsbedingungen von Journalisten und die Nutzung des Internet erschwert werden (z.B. durch die geplante Vorratsdatenspeicherung), muss vehement dagegen Partei ergriffen werden. Schließlich muss auch die virtuelle Kommunikation der Ausschussmitglieder untereinander intensiver und kontinuierlicher werden. Kothy spornte zu intensiver inhaltlicher Arbeit an und bedankte sich für die wegbereitende Arbeit des bisherigen Vorstands ausdrücklich.
Nur kurz wurde über den ersten Entwurf für eines Manteltarifvertrages (MTV) für Online-Journalisten des DJV-Bundesverbandes beraten. Diese Debatte soll im neuen Jahr vertieft werden. Zumindest eine Anregung wurde jetzt schon formuliert: eine klarere Verankerung der Freien oder zumindest festen freien Mitarbeiter von Redaktionen schon im MTV wäre wünschenswert, zumal viele Redaktionen von deren Zuarbeit ganz gut leben.
Kurz stellte sich am Ende noch Helga Uphhoff vor. Sie leitet seit sechs Jahren die Redaktion von www.diabsite.de mit täglich rund 3.000 bis 4.000 Nutzern. Ein intensiveres Eintauchen in ihren Redaktionsalltag soll beim nächsten Treffen erfolgen, dann sollen auch die Existenzbedingungen von anderen Kleinst-Redaktionen erfragt werden, die wir für die Mitarbeit im Fachausschuss gewinnen möchten.
Holger Kulick | 30.11.2006



