Auch beim Video-Journalismus gilt: Qualität hat ihren Preis
Videojournalismus - dieses Wort löst bei vielen Fernsehkollegen gemischte Gefühle aus. Denn schließlich verbirgt sich hinter dieser Bezeichnung ein neues Berufsbild. Wer als Videojournalist - kurz VJ - unterwegs ist, arbeitet nämlich gleichzeitig als Journalist, Kameramann, Tontechniker und Cutter. Und die meisten Sendeanstalten wollen durch den Einsatz von VJ`s vor allem eines - Geld sparen.
Michael Neugebauer, Trainer an der Schule für Elektronische Medien in Potsdam, sieht die Entwicklung zum Videojournalismus jedoch positiv: "Durch diese Arbeitsweise entsteht eine andere Art von Filmen." "Denn man kommt viel dichter an die Menschen ran", ergänzt der Videojournalist Matthias Zuber.
Zum Roundtable-Gespräch am 20. Oktober 2005 waren zehn Kollegen erschienen. Die meisten von ihnen haben bisher als Hörfunkjournalisten gearbeitet und liebäugeln damit, in Zukunft auch für das Fernsehen zu arbeiten. Sie wollten deshalb vor allem wissen, welches Equipment benötigt wird, um auch noch die Bilder liefern zu können.
Im Laufe der Diskussion wurde jedoch klar, ganz so einfach ist es nicht, aussagekräftige und technische einwandfreie Aufnahmen zu machen. "Um als VJ gute Reportagen zu produzieren", da waren sich beide Referenten einig, "braucht man eine gute Ausbildung und jede Menge Erfahrung." Mit anderen Worten auch hier gilt: Qualität hat ihren Preis.
Ute Walter | 24.10.2005



